Denkmal-Dampflok 77.250 kehrt nicht Heim zweiter Teil

Öffentliche Mitteilung des Eisenbahnclubs Schaan-Vaduz

Grosse Zweifel sind angebracht!

Da wir sehr gut über die baulichen Absichten seitens des Landes beim Schaaner Bahnhof informiert sind, bezweifeln wir stark, dass die bis heute nicht korrekt fertig restaurierte Schaaner Lok jemals wieder dauerhaft nach Schaan zurück kehren wird! Das Ressort Kultur und das Denkmalamt haben alle unsere Warnungen in den Wind geschlagen und eine nicht nachvollziehbare vorzeitige Auszahlung der Landessubvention in der Höhe von CHF 112 000.— bereits schon im Dez. 2008 zu Gunsten der Fürstlich Liechtensteinischen Eisenbahn Romantik-Stiftung vorgenommen, obwohl einige ganz wesentliche Auflagen bis heute nicht annähernd erfüllt wurden und das verantwortliche Ressort Kultur offensichtlich sehr genau wusste, dass die Lok gar nicht nach Schaan zurück kommen kann! Fakt ist, die Lok wurde mit Entscheidung der Regierung vom 12./13.7.2005 unter Denkmalschutz gestellt, dies aber offensichtlich nur deshalb, um eine Subventionierung zu ermöglichen. Da nützt es auch nichts, wenn das fürstliche Wappen, so wie zwei bronzene liechtensteinische Denkmalschilder die Lok zieren und sie aussehen lassen wie eine mobile Litfasssäule. Die eigentliche Absicht die hinter diesen „Verschönerungsmassnahmen" steckt, nämlich eine Verbindung mit dem Fürstenhaus vorzuspiegeln, wird noch sehr viel deutlicher, wenn man dazu auch noch die neueste Ausgabe von „Bahn & Schiff Österreich" auf Seite 9 liest! (www.erlebnis-bahn-schiff.at) (download) Da soll wohl bei dem Betrachter der Eindruck entstehen, dass seine Durchlaucht der Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein höchstpersönlich die Hand über die Schaaner Lok halte? Jedenfalls wird offensichtlich versucht, das nichtsahnenden Lesern so zu suggerieren. Es sei in diesem Zusammenhang die Frage erlaubt, welche Mitglieder der Stiftung sorgten sodann für die fachgerechte Aufarbeitung der Schaaner Lok? Es bleibt ein fahler Nachgeschmack wenn solcher Unsinn verbreitet wird.

Ein „falscher" Regierungsrat und „falsche" Subventionen!

Aus der Antwort auf die Anfrage vom Landtagsabgeordneten Harry Quaderer an die Regierung anlässlich des Landtages vom 22. 4. 2009 geht hervor, dass es das Ressort Kultur unterlassen hat, die gesamte Regierung darüber zu informieren, dass diese Subvention bereits im Dez. 2008 ausbezahlt wurde. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Lok nachweislich weder in Liechtenstein noch war sie betriebsfähig, dies war den verantwortlichen Personen bekannt. Die Lok befand sich vor Ort in Buchs SG, lautete eine der Antworten der Regierungsrätin Frick?! Das wäre unter gewissen Umständen auch einigermassen akzeptabel, hinsichtlich der Zollunion mit der Schweiz, wenn sie denn auch dort geblieben wäre! Die unter liechtensteinischem Denkmalschutz stehende Schaaner Lok wurde aber kurze Zeit später aus unerklärlichen Gründen vom Nachbarort Buchs SG, wo sie mehr als ausreichend in der dortigen beheizten SBB Max Vogt Remise versorgt gewesen wäre, nach einem kurzen Aufenthalt im Freien beim Bahnhof Schaan-Vaduz in einer Nacht und Nebel Aktion ins österreichische Ausland deportiert. Die Österreicher werden sich wohl über die Liechtensteiner den Buckel krummlachen, wie billig sie mit Hilfe des sich selbst in Österreich und auf der Homepage der Stiftung als liechtensteinischer Regierungsrat betitelnden Stiftungsratspräsident und Treuhänder Walter Beck an diese Schaaner Dampflok gelangten.

Weitere Informationen auch auf www.eisenbahnclub.li

Eisenbahnclub Schaan-Vaduz

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